Écraser l’infâme!

Künstler und das KZ − die Sammlung der Gedenkstätte Sachsenhausen

Die Gedenkstätte Sachsenhausen sammelt seit ihrer Gründung Kunst von ehemaligen Häftlingen und vereint so unterschiedliche Werke von Künstlern vieler europäischer Länder. Bisher wurde die Kunst aus den Lagern zumeist als historische Quelle betrachtet und der Künstler sollte nicht aus dem Schatten des KZ-Häftlings heraustreten.

Die Gedenkstätte und ihre Partner wollen diesen Bestand nun aufarbeiten und mit der erstmaligen öffentlichen Präsentation der Kunstsammlung kuratorisch weiter gehen. Die Werke werden nicht nur als historische Quellen und Dokumentation des Lageralltags ausgestellt, sondern in erster Linie als Kunstwerke. Die während der Lagerhaft entstandenen Kunstwerke werden zudem durch Arbeiten vor und nach der Inhaftierung der jeweiligen Künstler ergänzt und somit in den Kontext des gesamten Werkes der Künstler gestellt. Ziel ist es, Künstler und ihr Oeuvre vorzustellen und nach den Auswirkungen der einschneidenden Erfahrung der Inhaftierung im Konzentrationslager zu fragen.

„Écraser l’infâme!“ ist ein trimediales Ausstellungsprojekt der Gedenkstätte Sachsenhausen, des Zentrums für verfolgte Künste Solingen, des Instituts für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung an der Universität Osnabrück und beier+wellach projekte, Berlin. Das Projekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

beier+wellach projekte übernimmt mit der Gedenkstätte und dem Zentrum für verfolgte Künste das Kuratorium, erarbeitet gemeinsam die Konzeption und den Förderantrag. beier+wellach projekte zeichnet ferner verantwortlich für die dramaturgische und raumbildnerische Gestaltung, die Entwicklung des Konzepts für Grafik, Medien, Exponatpräsentation und Licht und übernimmt die Ausstellungplanung bis zur Produktionssteuerung.

 

Kategorie Wanderausstellung

Auftraggeber Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Oranienburg

Zeitraum Leistungserbringung: 2015 – Mai 2018
Geplante Eröffnung: 08. Mai 2018

Ort Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Zentrum für verfolgte Künste Solingen, MOCAK - Museum of Contemporary Art in Kraków (PL), Terezín Memorial - die Gedenkstätte Theresienstadt (CZ)
  LeistungenKuratorium, Konzeption und Erarbeitung Förderantrag gemeinsam mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und dem Zentrum für verfolgte Künste Solingen, dramaturgische und raumbildnerische Gestaltung, Grafik-, Medien- Exponatpräsentations- und Lichtkonzept, Ausstellungsplanung, Ausschreibung und Vergabe, Produktionsüberwachung