GrenzPark Herleshausen

 

In den Jahren 2019/20 jähren sich die friedliche Revolution, der Mauerfall und die darauffolgende Wiedervereinigung Deutschlands zum 30. Mal. Am ehemaligen Grenzübergang Herleshausen/Wartha, durch regelmäßige Medienberichterstattung bekannt geworden als „Tor im Eisernen Vorhang“, finden sich jedoch heute so gut wie keine Zeugnisse mehr. Mit der Einrichtung eines öffentlich zugänglichen GrenzParks soll ein Lern- und Gedenkort zur innerdeutschen Teilung entstehen.

Herleshausen/Wartha, der einzige für den allgemeinen Kraftverkehr vorgesehene Grenzübergang zwischen Thüringen und Hessen, war stets nicht nur ein Ort des Passierens und Austauschens von Waren oder Agenten wie des Kanzleramtsspions Günter Guillaume. Er war auch ein Ort der Ankunft: für die Heimkehrer aus sowjetischer Gefangenschaft, aus der DDR ausgewiesene Bürger und für freigekaufte Häftlinge.

Der geplante GrenzPark möchte mit einer Dauerausstellung im Außenraum neben der Entwicklung, Bedeutung und Funktionsweise des Grenzübergangs den Besuchern auch Geschichten um und über den Grenzübergang erzählen, beispielsweise die Ankunft der „Wunderbusse“ mit den aus politischer Haft der DDR freigekauften Häftlingen und ihre Betreuung durch den Herleshäuser Ortsverband des Roten Kreuzes oder erfolgreiche und gescheiterte Flucht- und Schmuggelversuche.

beier+wellach erarbeitet das Feinkonzept und ein Zeitzeugenkonzept, übernimmt die dramaturgisch-raumbildnerische Gestaltung, die inhaltliche Ausarbeitung, das Grafik- und Medienkonzept und die Planung als Grundlage für die Beantragung öffentlicher Fördermittel für die Realisierung.
 

 

Kategorie Lern- und Gedenkort

Auftraggeber Werratalverein – Zweigverein Südringgau e.V.

Zeitraum Leistungserbringung: Januar 2019 – November 2019

Ort GrenzPark Herleshausen

LeistungenGrundlagenermittlung, Feinkonzeption, dramaturgische und raumbildnerische Gestaltung, inhaltliche Ausarbeitung, Zeitzeugenkonzept, Textredaktion, Grafik- und Medienkonzept, Planung